Der Stadtgarten des Palazzo Medici

Ausflug richtung Florenz: Der Stadtgarten des Palazzo Medici – Il Guardino di Palazzo Medici.

Cosimo der Ältere beauftragte um 1444 den Archhitekten Michelozzo di Bartolomeo den Familienpalast der Medici, der zugleich Sitz des Handels- und Bankhauses der Medici war, in der Via Larga (heute Via Cavour) in Florenz zu erbauen. Der ursprünglich kubische Bau mit ausgewogenen Proportionen und einem Innenhof wurde zum Prototyp des Florentiner Renaissance-Palazzo. Die Fassade wurde im 17. Jh., nachdem ihn die Familie Riccardí erworben hatte, um sieben Fensterachsen erweitert.

Durch den Bogen des Eingangsportals des Palazzo Medici blickt man in den zentralen Innenhof mit regelmäßigen Säulenarkaden. Dieser ist in einer Achse mit dem zweiten Hof verbunden, einem ummauerten Stadtgarten an der Rückseite des Palazzo. Der Garten war ursprünglich von Rundbogenarkaden umschlossen. Der flache Bau an der südlichen Schmalseite ist das einzige noch erhaltene Element aus der Renaissance, die Loggia wurde im Barock mit Stuckornamenten in eine geschlossene Galleria umgebaut. Im frühem 20. Jh. wurden die Kapitelle der Säulen von Michelozzo teilweise wieder freigelegt. Der Garten wurde 1912 nach den Resten der barocken Anlage mit einem rundem Brunnenbecken, Marmorstatuen des 18. Jh. aus einer Privatsammlung und Zitrusbäumen in Terracotta-Vasen sehr frei rekonstruiert.

Nach der Rückkehr der Medici fand im Innenhof des Palazzo Medici die Skulptur des Orpheus, um 1519, von Baccio Bandinelli ihren Platz, die heute noch dort steht, im Garten wurden eine Kopie des Laookon von Bandinelli aufgestellt (Uffizien). Auf der Nordseite des Gartens ließ der Marchese Riccardi im 17. Jh. eine Marmorskulptur aufstellen, die aus einem antiken männlichen Torso mit der Porträtbürste des neuen Hausherrn zusammengesetzt ist.

Adresse:

Palazzo Medici Riccardi, Via Cavour 3, 50129 Florenz.

Besitzer: Provinz Florenz.